Leitfaden für schriftliche Arbeiten an der FH Graubünden
Abschnittsübersicht
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Schriftliche Arbeiten an der Fachhochschule Graubünden werden auf der Grundlage wissenschaftlicher Grundsätze verfasst. Das bedeutet, dass die systematische und nachvollziehbare Bearbeitung von Frage- oder Problemstellungen im Zentrum steht. Unter schriftlichen Arbeiten werden alle Texte verstanden, welche im Rahmen des Studiums an der Fachhochschule Graubünden zur Leistungsbewertung eingereicht werden.
Dies umfasst neben wissenschaftlichen Arbeiten, praxisorientierte Formate, Textsorten wie konstruktive bzw. gestaltungsorientierte Arbeiten, technische Berichte, Produkt- oder Projektdokumentationen, Auftragsarbeiten, aber auch Essays und weitere Textsorten. Welche Regelungen des Leitfadens im Mindestmass bei allen schriftlichen Arbeiten berücksichtigt werden müssen, ist im folgenden Unterkapitel 2.1 geregelt. Zudem kommt es im hier vorliegenden Kapitel 2 zur genaueren Definition des wissenschaftlichen Arbeitens und seiner Ausgestaltung in theoretischen und empirischen Arbeiten.
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Die Planung einer jeden schriftlichen Arbeit beginnt mit der Definition des Themas und/oder der Forschungsfrage. Das Exposé dient als Planungsinstrument, welches das Ziel einer schriftlichen Arbeit kompakt zusammenfasst.
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Recherche ist die Suche und Auswertung von Information, um zum gewählten Thema eine fundierte Wissensbasis und belegbare Fakten zur Argumentation zu finden. Die Bibliothek der FH Graubünden ist mit der Recherchier-Bar auf Moodle die Anlaufstelle rund um die Recherche, mit dem Zugriff auf die verschiedenen Recherche-Plattformen wie Fachdatenbanken oder KI-basierte Recherchedienste, der Linksammlung zur Literatur- und Informationssuche und dem schweizweiten Bibliothekskatalog swisscovery. Sollte die Recherche dennoch nicht gelingen, so stehen das «Book a Librarian»-Format des Bibliotheksteams oder die betreuende Lehrperson beratend zur Seite.
Alle an der FH Graubünden erstell-ten schriftlichen Arbeiten liegen einem fundierten Rechercheprozess zu Grunde, der in den nächsten zwei Unterkapiteln (4.1 und 4.2) skizziert und auf der Recherchier-Bar im Detail dargestellt wird.
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Zur Schreibphase gehören der genaue Aufbau von schriftlichen Arbeiten und die Ausgestaltung der zu schreibenden Bestandteile. Zudem werden das Thema Sprache und Schreibstil im Unterkapitel 5.2 angesprochen. Alle schriftlichen Arbeiten an der FH Graubünden haben sich an die hier definierten Standards zu halten.
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Für alle schriftlichen Arbeiten an der FH Graubünden gelten die in diesem Kapitel definierten formalen Anforderungen zum Layout, zu Schriftarten und -grössen und wie mit Illustrationen umzugehen ist. Für schriftliche Arbeiten mit Fokus auf Gestaltung und Design sind die folgenden Vorgaben aus den Kapiteln 6.1 und 6.2 nicht zwingend.
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Gute wissenschaftliche Praxis zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Bezug auf Begriffe, Gedanken, Ergebnisse, Konzepte, Modelle anderer Autoren und Autorinnen genommen wird. Bei anteiliger oder vollständiger Übernahme fremder Informationen ist die Urheberschaft immer anzugeben. Dies betrifft sowohl wörtliche Zitate, Paraphrasen, Zusammenfassungen, Übersetzungen als auch Abbildungen und Tabellen. Wird die Quellenangabe unterlassen, verstösst dies gegen die wissenschaftliche Redlichkeit. Dieser Verstoss wird auch Plagiat genannt. Dies ist eine Täuschungshandlung und wird gemäss dem Reglement Bachelor- und Masterstudiengänge mit der Note 1.0 bewertet.
Die Übernahme fremden Gedankenguts, auch wenn nur sinngemäss, muss deshalb in allen schriftlichen Arbeiten an der FH Graubünden stets dokumentiert und durch eine geeignete Angabe kenntlich gemacht werden. Dies bedeutet, dass Quellenangaben für wörtlich und sinngemäss übernommene Informationen direkt in den Text integriert werden – auch «zitieren» genannt. Mithilfe des Zitats kann zudem die ausführliche Quellenangabe auffindbar gemacht werden.
An der FH Graubünden ist der Zitierstil von APA (American Psychological Association) zu verwenden. Dieser Zitierstandard ist weit über psychologische und sozialwissenschaftliche Literatur hinweg etabliert. Für schriftliche Arbeiten wird APA in der 7. Edition genutzt.
In technischen Disziplinen und Studiengängen, im Fall der FH Graubünden insbesondere am Institut für Photonics und Robotics (IPR), wird der Zitationsstil des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) verwendet, welcher auf der numerischen Zitierweise basiert.
Im Quellenverzeichnis werden sämtliche in der Arbeit verwendeten und zitierten Quellen aufgeführt. Quellen, auf die im Text nicht verwiesen wird, werden nicht in das Quellenverzeichnis aufgenommen. Die Einträge werden gemäss den Vorgaben des gewählten Zitationsstils erstellt. Die Erstellung des Quellenverzeichnisses kann durch gängige Literaturverwaltungsprogramme unterstützt werden.
Persönliche Kommunikationsformen (Gespräche, Briefe, E-Mails usw.) gehören, sofern möglich und erforderlich, in den Anhang und werden gemäss den Regelungen des verwendeten Zitierstils dokumentiert.
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Künstliche Intelligenz (KI) bezieht sich auf Maschinen, die dem Nachbau menschlicher Intelligenz verschrieben sind. Darunter fallen exemplarisch generative KI (Gen AI), die Texte, Illustrationen oder Musik selbstständig erzeugen können, und auch KI-Agenten (Agentic AI), die autonom Aufgaben durchführen. Gleichgültig der Art können KI-Systeme im Rahmen von schriftlichen Arbeiten an der FH Graubünden genutzt werden, um bspw. Ideen zu generieren oder den eigenen Text zu verbessern (Rechtschreibkorrektur, Formulierungshilfe). KI-Systeme können zudem auch im Rechercheprozess dienlich sein.
Die Bedingungen bei der Verwendung von KI-Systemen bei allen Arten von schriftlichen Arbeiten sind in den folgenden Kapiteln geregelt.
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Dieser Leitfaden wird betreut und herausgegeben von der Modulleitung "Wissenschaftliches Arbeiten & KI" und dem Bibliotheksteam der FH Graubünden.
Bei etwaigen Fragen, Unklarheiten, Unstimmigkeiten und Anmerkungen können Sie das betreuende Team unter folgender E-Mail erreichen: leitfaden@fhgr.ch


