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  • Recherche ist die Suche und Auswertung von Information, um zum gewählten Thema eine fundierte Wissensbasis und belegbare Fakten zur Argumentation zu finden. Die Bibliothek der FH Graubünden ist mit der Recherchier-Bar auf Moodle die Anlaufstelle rund um die Recherche, mit dem Zugriff auf die verschiedenen Recherche-Plattformen wie Fachdatenbanken oder KI-basierte Recherchedienste, der Linksammlung zur Literatur- und Informationssuche und dem schweizweiten Bibliothekskatalog swisscovery. Sollte die Recherche dennoch nicht gelingen, so stehen das «Book a Librarian»-Format des Bibliotheksteams oder die betreuende Lehrperson beratend zur Seite.

    Alle an der FH Graubünden erstell-ten schriftlichen Arbeiten liegen einem fundierten Rechercheprozess zu Grunde, der in den nächsten zwei Unterkapiteln (4.1 und 4.2) skizziert und auf der Recherchier-Bar im Detail dargestellt wird.

    • Kapitel 4.1 Rechercheprozess

      Je nach Inhalt und Publikationsform gestaltet sich der Weg zur Quelle unterschiedlich. Die Übersicht der Bibliothek auf der Recherchier-Bar bietet einen guten Überblick über die einzelnen Schritte des Rechercheprozess. Etwa zu den Recherche-Strategien, zu den zur Verfügung stehenden Recherche-Plattformen und dem Umgang mit gefundenen Quellen, inkl. Literaturverwaltungssoftware.

      Die Basis einer jeden Recherche stellt die Forschungsfrage und die daraus abzuleitenden zentralen Begriffe dar. Anhand der entstandenen Wortliste können verschiedene Recherche-Strategien zur Suche nach geeigneter Literatur genutzt werden. Mögliche Strategien sind in Anlehnung nach Ridley (2012, S. 53ff):

      • Trial-and-Error: Freie Suche mit Stichworten, um das Thema einzugrenzen und Struktur in die Recherche zu bringen
      • Austausch mit Fachleuten: Kontaktaufnahme mit Expert/-innen oder Dozierenden, um Literaturempfehlungen zu erhalten
      • Schneeballsystem: Quellenangaben und Verweise aus anderer relevanter Literatur verfolgen
      • Systematische Recherche nach Themenblöcken: Unterteilen des Themas in Unterthemen und anschliessende Verknüpfung

      Der genaue Rechercheprozess kann im Rechercheprotokoll dokumentiert und im Nachspann der Arbeit aufgeführt werden (siehe Kapitel 5.1.3 Nachspann). Wie viel Literatur für eine schriftliche Arbeit gefunden und referenziert werden soll, unterscheidet sich je nach Thema. Eine pauschale Angabe der Anzahl ist nicht möglich.

    • Kapitel 4.2 Quellenbeurteilung

      Schriftliche Arbeiten präsentieren starke Argumente, die schlüssig und nachvollziehbar sind. Diese faktischen Gegebenheiten stammen aus Datenquellen. Datenquellen können von unterschiedlicher Qualität sein und müssen aufgrund von unterschiedlichen Kriterien überprüft werden. Eine allgemeine Checkliste ist unter diesem Link zu finden.

      Bei der Beurteilung von wissenschaftlichen Zeitschriften hilft zudem die Orientierung am Journal Impact Factor oder im Falle einer Open Access-Zeitschrift die Plattform DOAJ. Zudem sollte sichergestellt werden, dass Zeitschriften über einen transparenten Peer-Review-Prozess verfügen.

      Besondere Beachtung benötigen Outputs von generativen KI-Systemen. Diese sind nicht in die Arbeit übernehmbar, sprich nicht zitierwürdig. Die Ausnahmen dieser Regel sowie der genaue Umgang mit allen Arten von KI-Systemen beim wissenschaftlichen Arbeiten sind in Kapitel 8 des Leitfadens definiert.