Topic outline

  • Einleitung


    So gut als möglich vorbereitet zu sein, sowohl in Notfallsituationen als auch in der Prävention, in der Krise und bei Notfällen handlungsfähig und transparent zu bleiben, ist primäres Ziel dieses Konzeptes der FH Graubünden. Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtungsweise beinhaltet das Konzept sowohl das Vorgehen bei Notfällen und Krisensituationen als auch die Prävention und Aufarbeitung.

    Ein Notfall ist eine unerwartete Situation, die schnelle Hilfe erfordert, wie etwa bei Brand, Naturkatastrophen, Seuchen usw. Auch medizinische (Bewusstsein, Atmung, Kreislauf, Unfall usw.) und psychische (Gewalt, Suizidabsichten usw.) Notsituationen fallen darunter.

    Notrufnummern

    Krisen gehören zu Unternehmen ebenso wie Erfolge oder Wachstum. Krisen verunsichern, fordern von Unternehmen und Menschen aktive Auseinandersetzung. Dabei Krisen auch als Teil von Entwicklungsmöglichkeiten anzuerkennen, erleichtert den Umgang mit ihnen, wenn sie eintreffen: «Eine Krise ist ein zeitlich begrenzter Zustand mit einem identifizierbaren Auslöser, in dem ein Verlust, eine Schädigung, Bedrohung oder Überforderung eintritt, durch den der Fortgang des bisherigen Lebens unterbrochen wird.»
    (Dross, 2001)


    • Ziele

      Was sind die Ziele in Notfall- und Krisensituationen?


      • Erhalt der Handlungsfähigkeit in ausserordentlichen Lagen.

      • Gedankliche Auseinandersetzung mit möglichen Krisensituationen und Notfällen im Sinne einer «No Surprise»-Kultur

      • Sicherstellung einer transparenten Kommunikation nach innen und aussen

      • Sicherstellung von hochschulinternen sowie externen Beratungsmöglichkeiten für Studierende und Mitarbeitende mit persönlichen Problemen oder Fragestellungen

      • Vermeidung von Krisen durch Prävention und frühzeitiger Intervention

      • Personensicherheit

      • Schutz der Infrastruktur

      • Umweltschutz

      • Imageschutz


      • Handlungsrichtlinien


        Aus den Zielen des Notfall- und Krisenkonzeptes ergeben sich folgende Handlungsrichtlinien. Alle Handlungen und Massnahmen im Rahmen der Sicherheitsthematik müssen anhand dieser Richtlinien auf ihre Rechtfertigung hin überprüfbar sein.

        • Die physische, sowie die psychische Integrität aller sich in Gebäuden und dem Arbeitsbereich der FH Graubünden befindlichen Menschen, werden bestmöglich gewährleistet.
        • Die Immobilien und Sachwerte im Verantwortungsbereich der FH Graubünden sind durch geeignete Massnahmen gegen kriminelle Einflussnahme, Elementar- und Sachschaden und kriminelle Einflussnahme von Dritten gesichert.

        • Die Verantwortlichen verbessern das Sicherheitskonzept jährlich mit dem Ziel, die grösstmögliche Sicherheit der Betroffenen und Mitarbeitenden selbst zu wahren.

        • Zur Abwendung und Bewältigung von Gefahren arbeitet die FH Graubünden eng mit den zuständigen Behörden im Sinne einer raschen Problemlösung und Vorbereitung zusammen.

        • Alle Massnahmen werden wie einleitend erwähnt nach den folgenden vier Gesichtspunkten beurteilt:


        1. Personensicherheit:              Schutz von Leib und Leben

        2. Objekt- und Wertschutz:       vor Verlusten/Beschädigungen von Exponaten,
                                                             Informationen, Werten inkl. Infrastruktureinrichtungen
                                                             und Gebäuden

        3. Umweltschutz:                       Minimierung der Beeinträchtigung

        4. Imageschutz:                         Ansehen und Integrität wahren


        • Organe und deren Zuständigkeit

          Das Koordinationsteam kommt in Notfallsituationen zum Einsatz und ist zuständig für

           

          • die Koordination des Notfalleinsatzes vor Ort

          • die Kommunikation (Informationsaustausch und -fluss)

          • den Kontakt mit externen Stellen (Polizei, Feuerwehr, Sanität, Behörden), allenfalls in Absprache mit den Einsatzkräften.

          • die Beruhigung der Situation

          • die Sicherstellung der psychologischen Nachbetreuung von verletzten und involvierten Personen

          • die jährliche Überarbeitung dieses Konzeptes

           

           

          Das Koordinationsteam besteht aus:

           

          • Jürg Kessler, Rektor (Tel. 081 286 24 25)

          • Flurina Simeon, Leiterin Hochschulkommunikation (Tel. 081 286 24 27)

          • Rinaldo Albertin, Leiter Services (Tel. 081 286 39 53)

          • Malgorzata Suter-Kaminski, Projektmitarbeiterin Rektorat (Tel. 081 286 38 31)

             

           

          Die Stellvertretungen der Koordinationsteam-Mitglieder sind:

           

          • Martin Studer, Prorektor (Tel. 081 286 24 43)

          • Luzia Schmid, Projektleiterin Hochschulkommunikation (Tel. 081 286 38 78)

          • Aron Tischhauser, Mitarbeiter Services (Tel. 081 286 39 44)

          • Karin Willi, Hochschulsekretärin (Tel. 081 286 24 50)

           

           

          Das Evakuationsteam besteht aus:

           

          • Administration

          • Services

           

          Services

           

          Das Services-Team und weitere Angehörige der Zentralen Dienste kommen in Notfallsituationen als Unterstützung für das Koordinationsteam zum Einsatz. In Fällen von technischen Störungen ist das Services-Team zudem die erste Anlaufstelle. Sie sind zuständig für

           

          • Erste Hilfe (mit entsprechender Ausbildung)

          • Information an Einführungsveranstaltung für neu eintretende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

          • praktische Handhabung des Notfall- und Krisenkonzepts

          • periodische Aktualisierung der Notfallplanung und Gebäudesicherheit

          • entsprechende Schulungen

            In Fällen von technischen Störungen ist das Services-Team zudem die erste Anlaufstelle.

             

          Administration

           

          Die Notfallnummer 999 verbindet den Anrufer mit der Administration, welche den Anruf an die Mitglieder des Koordinationsteams weiterleitet. Zudem Ausbildung in erster Hilfe.

           

          Care Team Grischun

           

          Das Care Team Grischun wird durch die Sanitätsnotrufzentrale (144) aufgeboten und stellt eine abgestufte psychologische erste Unterstützung oder Hilfeleistung von schwer traumatisierten Betroffenen und ihren Angehörigen bei Alltagsereignissen sowie bei Katastrophen und Notfallsituationen sicher. Es ist zuständig für:

           

          Das Wiedererlangen von Sicherheit durch Struktur, Information und Schutz und damit verbunden das Wiedererlangen der Selbstfürsorglichkeit bzw. die Wiedereingliederung in die bisherige Aufgabe oder Tätigkeit (Gesundheitsamt Graubünden, 2014).

           

          Beratung für Studierende

           

          Die Beratung Student Services kommt in Krisensituationen von Studierenden zum Einsatz. Die Beratungen werden streng vertraulich behandelt und sind kostenlos. Sie finden eine Übersicht im Intranet auf https://my.fh-fhgr.ch/index.php?id=careercenter. Die Beratung ist zuständig für:

           

          • persönliche Beratung für Studierende bei Problemen oder individuellen Fragen;

          • das Anbieten von externen Beratungsmöglichkeiten.

             

            Die Leiterin des Career Center und Beratung, Maria Simmen (Tel. 081 286 39 75), ist zuständig für die Beratung für Studierende.

             

          Beratung für Mitarbeitende

           

          Für Mitarbeitende in Krisensituationen, die eine externe Beratung aufsuchen möchten, bestehen externe Angebote, die beansprucht werden können:

           

          • externe Supervision: Manuela Widera (Tel. 081 284 04 54);

          • katholische Seelsorge: Magdalena Widmer (Tel. 081 256 74 00);

          • protestantische Seelsorge: Rolf Bärtsch (Tel. 079 777 30 17);
            Angelika Müller Jakober (081 252 33 77).

           

          Hierbei handelt es sich um psychische erste Hilfe und nicht um eine Therapie. Die Beratungen werden streng vertraulich behandelt und sind kostenlos. Sie finden eine Übersicht im Intranet auf https://my.fh-fhgr.ch/index.php?id=121.

           

          Die Beratung beinhaltet die persönliche Begleitung für Mitarbeitende bei Problemen und individuellen Fragen.

          • Prävention


            Der Prävention wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Frühzeitige Beratung und Begleitung sollen helfen, Krisensituationen zu vermindern oder zu verhindern. Frühzeitige Intervention soll dazu beitragen, mögliche Traumata zu verhindern. Bei Bedarf werden weiterführende Beratungsangebote vermittelt. Das Angebot der Beratung ermöglicht es, frühzeitig schwierige Situationen zu erkennen, zu bearbeiten, Ressourcen zu aktivieren und mögliche Lösungen anzustreben. Die Unterstützung soll dazu verhelfen, das Studium beziehungsweise die Arbeit an der FH Graubünden auch unter erschwerten persönlichen Bedingungen weiterführen zu können. Bei akut lebensgefährlichen Situationen (Drohungen, Amokgefahr usw.) wird das Koordinationsteam informiert.


            • Ereignisse in Lehrveranstaltungen


              Mitarbeitende und Lehrpersonen sind verantwortlich für ihre Klasse während der Lehrveranstaltungen. Bei unmittelbarer Gefahr alarmieren sie direkt die öffentlichen Notfalldienste, leisten Erste Hilfe soweit möglich und sorgen für Ruhe und Ordnung im Unterrichtsraum. Nach der Erstalarmierung informieren sie das Koordinationsteam der FH Graubünden. Bei einer Gebäuderäumung ist die Lehrperson verantwortlich für die Evakuation der Klasse. Die Lehrperson ist verantwortlich, dass alle Studierende während der Evakuation zusammen bleiben (niemand verlässt den Besammlungsort ohne Anweisung der Polizei). Am Besammlungsort muss die Lehrperson die Studierenden zählen und fehlende Studierende unverzüglich der Polizei melden. In einer Notsituation ohne unmittelbare Gefahr wendet sich die Lehrperson an das Koordinationsteam über die interne Notfallnummer 999.


              Alarmierung bei Notfällen




              Notfall im Ausland (Outgoing Studierende) 


              Die FH Graubünden entsendet in verschiedenen Situationen Studierende (Studienreisen usw.) und Mitarbeiter (z.B. SUES) ins Ausland. Bei der Planung und Durchführung ist sich an die Anweisungen des EDA zu halten, die FH Graubünden gibt zu Reisedestinationen keine Ratschläge ab.

              Bei Notfällen im Ausland wird zwischen zwei Szenarien unterschieden. Es kann sich dabei um einen Vorfall im Rahmen einer von der FH Graubünden organisierten Reise handeln, oder um einen Vorfall während eines Austauschsemesters einer/eines Studierenden der FH Graubünden. Wir stützen uns konsequent auf die Hinweise und Empfehlungen des EDA und geben diese Informationen an unsere Studierenden weiter. Die Koordinationsteamleitung bestimmt für jeden Fall einen/eine Fallmanager/-in plus Stellvertretung, um die Ressourcen optimal einsetzen zu können.


              Wenn Studierende im Ausland in eine Notlage geraten, können sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline des EDA wenden. In jedem Fall sollte die FH Graubünden auch über den Vorfall informiert werden. Die Entsprechende Stelle ist das International Office der FH Graubünden.

              Schweizer Vertretungen im Ausland:
              https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/vertretungen-und-reisehinweise.html

              Helpline EDA
              +41 800 24 7 365 oder +41 58 465 33 33
              helpline@eda.admin.ch
              Skype: helpline-eda

              International Office FH Graubünden
              +41 81 286 24 29
              notfall@fhgr.ch


               

              Notfall internationale Studierende an der Fachhochschule Graubünden (Incoming Studierende)


              Wenn internationale Studierende an der FH Graubünden in eine Notlage geraten, können sie sich an die Vertretung ihres Heimatlandes wenden. Wichtig ist, dass sich die betreffenden Studierenden darüber informieren, ob deren Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung Fälle in der Schweiz abdeckt.

              Ausländische Vertretungen in der Schweiz
              https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/vertretungen-und-reisehinweise/auslaendische-vertretungeninderschweiz.html

              Die entsprechende Infostelle der FH Graubünden ist das International Office.
              +41 81 286 24 29
              notfall@fhgr.ch


               

              Räumlichkeiten Chur

              Die FH Graubünden verfügt über verschiedene Räumlichkeiten in Chur, was die Notfallplanung komplexer gestaltet als die alleinige Befassung auf einen einzelnen Standort. Im Anhang befinden sich die Fluchtpläne für die entsprechenden Stockwerke der jeweiligen Standorte in Chur.


               

              Externe Räumlichkeiten Schweiz

              Auch ausserhalb von Graubünden verfügt die FH Graubünden über Standorte. An diesen Orten sind die Vermieter der Räumlichkeiten für das jeweilige Notfallkonzept verantwortlich.




              • Evakuationskonzept

                Ziel

                Im Ereignisfall ist sicherzustellen, dass Dozierende, Studierende, Gäste, Mitarbeitende, Mensa usw. die Gefahrenzone rasch und sicher verlassen können. Der Schutz des Menschen hat Vorrang gegenüber allen anderen Überlegungen. Eine Evakuation ist geordnet und ohne Panik durchzuführen.

                 

                Entscheid

                Der/die Leiter/in des Koordinationsteams entscheidet, evtl. nach Rücksprache mit der Einsatzleitung von Polizei und/oder Feuerwehr, über eine allfällige Evakuation des Gebäudes oder von Teilen davon.

                 

                Zu beachten:
                Das Verhalten der Studierenden, Mitarbeitenden, Gäste usw. ist unbekannt. Versuchen Sie diese zu beruhigen, Panik ist unbedingt zu vermeiden.

                 

                Das Koordinationsteam ist u.a. verantwortlich, dass 

                • die Dozierenden, Studierenden, Mitarbeitenden über ihr Verhalten bei einer Evakuation informiert sind

                • neue Studierende, Mitarbeitende usw. instruiert werden

                • Notausgänge jederzeit frei begehbar sind.

                 

                und im Ernstfall 

                • schnelle und gezielte Aufgabenverteilung erfolgt;

                • Ein- und Ausgänge mit Mitgliedern des Evakutaionsteams besetzt werden;

                • Studierende, Mitarbeitende, Gäste, Besuchende usw. zu den Notausgängen geleitet werden;

                • sämtliche Räume (auch Toiletten, Lager, Garderoben, Abstellräume usw.) kontrolliert werden;

                • Fenster und Türen geschlossen und elektrische Apparate ausgeschaltet sind und die kontrollierten Räume gekennzeichnet werden.

                   

                Prinzip einer Evakuation

                 

                Unter Berücksichtigung der eignen Sicherheit Systematisch vorgehen, d.h.

                • Von oben nach unten;

                • Innerhalb des Stockwerkes alle Räume der Reihe nach;

                • Toiletten, Lagerräume, Garderoben, technische Räume, Kernzone usw. verschlossene Räume sind zu öffnen und auch zu kontrollieren.

                   

                Alarmierung


                Die Alarmierung erfolgt über Lautsprecherdurchsage, Notfalltelefon, Megaphon.


                Evakuationsteam



                ACHTUNG

                Nach Eintreffen der öffentlichen Dienste übernimmt die Polizei die Einsatzleitung – das Koordinationsteam steht als Verbindungs- und Auskunftsperson zur Verfügung. Die Zuteilung der Aufgaben erfolgt durch die Einsatzleitung, unter Berücksichtigung des Ereignisses, der aktuellen Lage, der betrieblichen Kenntnisse und der zur Verfügung stehenden Mitarbeitenden der FH Graubünden.

                Diese Aufzählung ist nicht abschliessend.


                Verhalten bei Evakuation

                Evakuierte Personen können auch einen Teil zur erfolgreichen Bewältigung eines Vorfalls beitragen in dem sie folgende Punkte beachten:

                • Den Anweisungen des Evakuationsteams Folge leisten;

                • Sich an den Sammelplatz begeben;

                • Unterstützen von Personen mit Beeinträchtigung.


                Sammelpunkte Evakuation Chur

                Die Wahl des Sammelplatzes basiert auf der Annahme, dass der Ort ohne Risiko benutzbar ist, ansonsten muss das Koordinationsteam einen anderen Sammelplatz bestimmen (Empfehlung: ca. 100 bis 300m vom Objekt entfernt)




                • Kommunikation

                  Eine transparente, adäquate Kommunikation in Notfallsituationen ist von entscheidender Bedeutung. Die Leiterin Kommunikation nimmt dabei eine zentrale Funktion ein. Sie ist in Absprache mit dem Rektor innerhalb des Koordinationsteams für die interne und externe Kommunikation zuständig und sie müssen stets den gleichen Informationsstand gewährleisten.


                  Interne Kommunikation


                  Wer?

                  Rektor oder Leiterin Kommunikation (Koordinationsteam)

                  Was?

                  Der Vorfall wird sachlich geschildert, wobei auf Details verzichtet wird. Besser ist offene Fragen zu benennen als spekulative Antworten zu geben.

                  Wo/wie?

                  Wenn immer es möglich ist, wird bei den engsten Kreisen (Angehörigen, Mitstudierenden, Mitarbeitenden) mündlich informiert – danach telefonisch. Elektronische Kommunikationsmittel (SMS, E-Mail usw.) sind sehr zurückhaltend einzusetzen, da etwa das Infopanel auch Externe (u.a. Medien) lesen könnten, was zu Spekulationen, zusätzlicher Verunsicherung und Missverständnissen führen könnte. Wichtig ist auf die Beratung hinzuweisen.

                  Wann?

                  Die entsprechende Kommunikation muss unverzüglich erfolgen, wenn mit der Information nicht allfällige Notfallmassnahmen behindert werden. Es gilt aber abzuwägen, wie dringend der Informationsbedarf ist, denn eine Information zur Unzeit beunruhigt mehr, als dass sie positive Wirkung entfaltet.


                  Externe Kommunikation



                  Wer?

                  Rektor oder Leiterin Kommunikation (Koordinationsteam)

                  Was?

                  Grundsätzlich gilt, dass nur informiert wird, wenn ein öffentliches Interesse besteht oder bereits Kenntnisse des Vorfalls in der Öffentlichkeit vorhanden sind.

                  Wo/wie?

                  In der Regel werden Presse, Hochschulrat und Behörden informiert. Bei vielen offenen Fragen wird eine Medienkonferenz einberufen, ansonsten ein Pressetext mit Angaben zu Kontaktpersonen verfasst. Monitoring von elektronischen Kommunikationsmitteln gehört dazu, da möglicherweise Richtigstellungen nötig werden.

                  Wann?

                  Es muss zeitnah kommuniziert werden. Das heisst, wenn immer möglich, bevor unkontrollierte Informationen nach aussen dringen. Falls mehrfache Information nötig ist, wird immer auf den nächsten Informationszeitpunkt hingewiesen


                  • Nachbearbeitung

                    Jedes Ereignis wird spätestens eine Woche nach Abschluss nachbearbeitet, dass Lehren aus der Situation gezogen werden können. Das Risiko einer Wiederholung soll damit möglichst gering gehalten werden und Massnahmen getroffen werden, dass vergleichbare Ereignisse zukünftig bestenfalls ganz vermieden werden können. Die einzelnen Schritte der jeweiligen Stellen werden kritisch reflektiert und auf deren Verbesserungspotenzial überprüft. Im Sinne des Plan-Do-Check-Act werden die Massnahmen unter der Leitung einer Person des Koordinationsteams umgesetzt und intern kommuniziert. Die Unterlage zur Nachbearbeitung befindet sich im Anhang dieses Dokuments.


                    • Anhang


                      Mobbing/Cybermobbing Informationen

                       

                      Quelle: Puls-Tipps: Dem Mobbing keine Chance

                       

                      Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers beinhaltet ein aktives Vorgehen gegen Mobbing in allen Formen. Wichtig ist, zu prüfen, ob es sich bei einem Verdachtsfall um Mobbing oder um einen gewöhnlichen Konflikt handelt, was mit folgenden Schilderungen beantwortet werden kann. Die zeitliche Komponente spielt dabei eine wesentliche Rolle. Es ist wichtig, dass die Handlungen regelmässig und über einen längeren Zeitraum vorkommen, dass von Mobbing gesprochen werden kann.

                       

                      Anhand dieser Liste kann bei einem Verdachtsfall die Grenze zwischen einem gewöhnlichem Konflikt und Mobbing gezogen werden. 

                      Typische Mobbing-Handlungen: 

                      Die Führungsperson oder die Kollegen

                      • schränken meine Möglichkeiten ein, mich zu äussern,
                      • unterbrechen mich, wenn ich etwas sagen will
                      • schreien oder schimpfen laut mit mir,
                      • üben ständig Kritik an meiner Arbeitsleistung,
                      • manipulieren meine Arbeit,
                      • lassen Dokumente verschwinden, die ich für die Arbeit brauche,
                      • geben Fehler in meine Dokumente ein und behaupten, die Fehler stammten von mir
                      • behaupten gegenüber Vorgesetzten, ich würde nicht professionell arbeiten,
                      • kritisieren ständig mein Privatleben,
                      • terrorisieren mich am Telefon,
                      • bedrohen mich mündlich,
                      • bedrohen mich schriftlich.
                      • verweigern durch abwertende Blicke oder Gesten den Kontakt mit mir,
                      • verweigern den Kontakt durch Andeutungen, ohne den Grund direkt auszusprechen,
                      • reden nicht mehr mit mir,
                      • reagieren nicht, wenn ich sie anspreche,
                      • behandeln mich wie «Luft»,
                      • sprechen hinter meinem Rücken schlecht über mich,
                      • verbreiten Gerüchte,
                      • machen mich lächerlich,
                      • verdächtigen mich, psychisch krank zu sein,
                      • machen sich über meine Behinderung lustig,
                      • imitieren meinen Gang, meine Stimme oder meine Gesten, um mich lächerlich zu machen,
                      • greifen meine religiöse oder politische Einstellung an,
                      • machen sich über mein Privatleben lustig,
                      • machen sich über meine Nationalität lustig,
                      • rufen mir obszöne Schimpfwörter oder andere entwürdigende Ausdrücke nach,
                      • machen mir mit Gesten oder Worten sexuelle Angebote,
                      • bedrohen mich mit körperlicher Gewalt,
                      • haben «leichte» Gewaltmittel gegen mich angewendet, um mir einen «Denkzettel» zu verpassen,
                      • haben mich körperlich misshandelt,
                      • verursachen Kosten für mich, um mir zu schaden,
                      • richten physischen Schaden bei mir zu Hause oder an meinem Arbeitsplatz an
                      • sind sexuell handgreiflich geworden.

                      b)

                      Der Chef oder die Chefin

                      • verbietet den Kollegen, mit mir zu reden,
                      • hat mich allein in einen Raum weitab von den Kollegen versetzt,
                      • will mich zu einer psychiatrischen Untersuchung zwingen,
                      • zwingt mich, Arbeiten auszuführen, die mein Selbstbewusstsein verletzen,
                      • beurteilt meinen Arbeitsplatz in falscher oder kränkender Weise,
                      • weist mir keine Arbeitsaufgaben zu,
                      • nimmt mir jede Beschäftigungsmöglichkeit am Arbeitsplatz, so dass ich mir nicht einmalselbst Aufgaben suchen kann,
                      • gibt mir sinnlose Arbeitsaufgaben,
                      • gibt mir nur Aufgaben, die weit unter meinem eigentlichen Können liegen,
                      • gibt mir ständig neue Arbeitsaufgaben,
                      • gibt mir kränkende Arbeitsaufgaben,
                      • gibt mir Arbeitsaufgaben, die meine Qualifikation übersteigen, um mich zu diskreditieren,
                      • zwingt mich zu gesundheitsschädlichen Arbeiten.

                       

                      Mobbing spielt sich immer häufiger im Internet auf social-media Plattformen ab. Jedoch spielt auch hier die zeitliche Komponente eine grundlegende Rolle.

                      Typische Cybermobbing-Handlungen:

                      • Flaming (Beschimpfungen/ Beleidigungen): Verletzende Nachrichten, Kommentare und eventuell Drohungen, die im Zuge einer Online-Auseinandersetzung gesendet werden und öffentlich sichtbar sind. Typischerweise ist Flaming kurzlebig, dauert der Streit jedoch länger an, wird er als "flame war" bezeichnet.

                      • Harassment (Belästigung): Wiederholte, auf ein Opfer gerichtete, ausfällige Nachrichten in sozialen Netzwerken.

                      • Denigration (Gerüchte verbreiten): Verletzendes Gerede, das oft nicht wahr ist. Dieses wird online gepostet oder an andere versendet. Besonders ist hier, dass es vor allem von anderen gesehen werden soll und nicht hauptsächlich vom Opfer.

                      • Impersonation (Betrügerisches Auftreten unter anderer Identität/ Diebstahl virtueller Identitäten): Der Täter gibt sich zum Beispiel durch Stehlen des Passworts als eine andere Person aus, mit dem Ziel, in dessen Namen anderen unangebrachte Nachrichten zu schicken und diese zu verletzen.

                      • Outing and Trickery (Bloßstellen und Betrügerei): Veröffentlichung/ Verbreitung von intimen Informationen über eine meist nahestehende Person, die im vermeintlich persönlichen Austausch mit dem Täter preisgegeben werden, welche ohne das Einverständnis des Opfers geschieht.

                      • Exclusion (Ausgrenzung): Das Opfer wird aus Gruppen in sozialen Netzwerken ausgeschlossen. Dabei geht es insbesondere um die In-Group der/des Täter/s und denen gegenüberstehende Außenseiter.

                      • Cyberstalking (Kontinuierliche Belästigung und Verfolgung): Wiederholte Bedrohung des Opfers durch elektronische Nachrichtenübermittlung. Es wird vermutet, dass die Grenze zum Harassment bei der eigenen Sicherheit liegt, die das Opfer beim Cyberstalking fürchtet.

                      •  Sexting: Die sexuelle Belästigung des Opfers durch anzügliche Bilder und Nachrichten.



                      Sexuelle Belästigung Informationen


                      Stalking, Ratschläge zum Verhalten

                       

                      Quelle: ebg admin, Informationsblatt 7, Stalking: bedroht belästigt, verfolgt

                       

                      Stalking kann aus vielen verschiedenen Handlungsweisen zusammengesetzt sein und sich auf verschiedenste Weise äussern, was es schwierig macht, einen klaren Vorgehensablauf zu beschreiben. Folgende Liste soll der/dem Betroffenen Ratschläge zum Umgang mit Stalking geben.

                      -           Brechen Sie jeden Kontakt mit der belästigenden Person radikal ab. Teilen Sie der stalkenden Person möglichst früh, nur einmal, unmissverständlich und ohne affektive Beteiligung mit, dass kein Kontakt erwünscht ist. Aus Beweisgründen erfolgt dies möglichst in Anwesenheit von Zeugen oder mittels eines eingeschriebenen Briefs. Auch alle noch zu regelnden Formalitäten (z.B. im Scheidungs- oder Sorgerechtsbereich) geschehen von diesem Zeitpunkt an nur noch über Mittelspersonen oder Rechtsbeistand. Es ist wichtig, dass der Kontaktabbruch ohne Ausnahme durchgehalten wird und alle weiteren Belästigungen konsequent ignoriert werden (keine Reaktion, Emotion zeigen). Denn auch das kleinste Anzeichen, das sich dahin deuten lässt, das Opfer wolle wieder Kontakt aufnehmen (auch «das allerletzte Mal erklären», etwas zurückschicken, etc.), wird den/die Stalker/-in zum Weitermachen ermutigen.

                      -           Sie die Polizei unverzüglich über alle Annäherungs- und Verfolgungsversuche sowie belästigende Handlungen. Nehmen Sie frühzeitig mit der Polizei Kontakt auf, auch wenn es sich (vermeintlich) um nicht strafbare Delikte handelt. Je nach Situation kann eine Ansprache des Stalkers / der Stalkerin durch die Polizei sehr wirksam sein.

                      -           Informieren Sie sich über Unterstützungsmöglichkeiten, insbesondere auch, wenn Sie rechtliche Schritte einleiten wollen, und suchen Sie bei Bedarf Schutz bei Verwandten, Freund/-innen, Nachbar/-innen oder in einem Frauen- oder Männerhaus.

                      -           Informieren Sie Ihr Umfeld. Setzen Sie Nachbar/-innen, Bekannte, Freund/-innen, Arbeitgeber/-innen und Arbeitskolleg/-innen über die Stalkingsituation in Kenntnis und vermeiden Sie somit die unbeabsichtigte Weitergabe von Informationen über das Opfer durch diese Personen. Drittpersonen können zudem als Zeugen fungieren.

                      -           Treffen Sie Massnahmen zur adäquaten Sicherung von Wohnung, Garage, Auto und Computer sowie gegen Telefonterror und Cyber-Stalking. Legen Sie Telefonanrufe wortlos auf. Es kann sinnvoll sein, einen zweiten Telefonanschluss einzurichten und die neue Nummer nur an Vertrauenspersonen weiterzugeben. Die alte Nummer nicht abmelden, sondern bei jedem Anruf den von einer Drittperson besprochenen Anrufbeantworter laufen lassen. Gehen Sie mit persönlichen Informationen im Internet sehr zurückhaltend um und stellen Sie sicher, dass keine Spionageprogramme auf elektronischen Geräten (auch auf jenen der Kinder) installiert worden sind.

                      -           Nehmen Sie unbestellte Warensendungen oder Dienstleistungen auf keinen Fall an.

                      -           Dokumentieren und archivieren Sie jeden Vorfall. Notieren Sie Datum, Uhrzeit, Ort, Vorfall, allfällige Zeugen und Folgen beim Opfer und sammeln Sie Beweismaterial, z.B. durch dauerhaftes Speichern von SMS, E-Mails oder Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, Aufbewahren von Geschenken oder Briefen (nicht zurückschicken, denn dies bedeutet eine Kontaktaufnahme!). Die Dokumentation dient nicht nur einer allfälligen Strafverfolgung, sondern ermöglicht den begleitenden Fachpersonen Einblick in den Fallverlauf und kann für die Bedrohungsanalyse genutzt werden.

                      -                       Wenn gemeinsame Kinder vorhanden sind, lassen Sie allfällige Kinderübergaben und den Informationsaustausch über Dritte laufen. Streben Sie klare Regeln für die Umgangskontakte an und halten Sie sie ein. Ein Nicht-Erscheinen an gemeinsamen Terminen kann als unkooperatives Verhalten ausgelegt werden, was bei Sorgerechtsstreitigkeiten nachteilig sein kann. Informieren Sie betreffende Stellen. (Gericht, Jugendamt oder KESB) über die Stalking-Situation.



                      Hygiene im Pandemiefall


                      Quelle: BAG admin

                      Orte, wo viele Menschen zusammentreffen, verbrauchte Luft, Mobilität und Handel begünstigen die Übertragung von Viren und Atemwegsinfektionen. Hygienemassnahmen helfen dieses Risiko zu verringern.

                      Die Hauptübertragungswege der Grippeviren sind:

                      • Über die Luft, das heisst, das Virus wird durch Husten, Niesen oder Spucken in der Luft verteilt, indem ansteckende Tröpfchen ausgestossen werden.
                      • Durch näheren Kontakt mit einem Menschen, der ein Atemwegsvirus hat (durch Küssen oder Händeschütteln).
                      • Über die Hände, an denen sich ansteckende Tröpfchen von Speichel oder Nasen- und Mundflüssigkeit befinden.
                      • Über den Kontakt mit Gegenständen, mit denen Kranke in Berührung gekommen sind.


                      Im Pandemiefall sollen die folgenden Hygienemassnahmen befolgt werden, um das Ansteckungsrisiko zu verringern.

                      Schnäuzen, Niesen, Spucken, Husten: diese alltäglichen Vorgänge können im Krankheitsfall ein grosses Risiko darstellen.

                      Verhaltensregeln in der Öffentlichkeit: Am Anfang der Krankheit kann jemand ansteckend sein, ohne es zu wissen und ohne Grippesymptome zu haben. Deshalb ist Vorsicht im Kontakt mit den anderen geboten.

                      Händewaschen spielt eine entscheidende Rolle bei der Hygiene. Die meisten Infektionskrankheiten werden nämlich über die Hände übertragen.

                      Gegenstände und Oberflächen zu reinigen ist ein wirksames Mittel, um sich vor Ansteckung zu schützen

                      In erster Linie sollen Kranke eine Hygienemaske tragen, um die Übertragung von Krankheitserregern auf ihre Umgebung zu reduzieren.


                       

                       

                       

                       

                       


                       

                       

                       

                       


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